Angola ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in Afrika. Der Stadt liegt in Westafrika an der Atlantikküste und bietet Abenteuer und Entspannung in der Natur. Für Reisende gibt es bei einem Urlaub in Angola, wie in vielen afrikanischen Staaten, einiges zu beachten. Hier ein kleiner Überblick über das Wichtigste: Sprache, Visa, Gesetze und sinnvolle Impfungen.

Generelles

In Angola spricht man lokale Dialekte, die Amtssprache ist aber portugiesisch. Bezahlt wird mit der landeseigenen Währung, dem Kwanza. Im Küstengebiet Angolas herrschen in den heißen Monaten Oktober bis Mai Temperaturen bis 35°C und eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 95%. Da Angola unterhalb des Äquators auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten spiegelverkehrt und Winter ist von Juli bis August. Kalt wird es dank der Nähe zum Äquator nie. Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten sicherstellen, dass das Hotelzimmer eine Klimaanlage hat, um sich nachts ausreichend zu erholen. In Angola zahlt man in der Regel in bar. Kreditkarten werden in Hotels akzeptiert, Reiseschecks sind nahezu gänzlich unbekannt. Geldautomaten sind am Flughafen, in Hotels und Supermärkten auch außerhalb der Ballungszentren zu finden. Da abgelegene Orte selten mit dem Geldtransporter beliefert werden, sollte man immer darauf, achten eine ausreichende Bargeldreserve zu besitzen. Hotelgäste hingegen benötigen innerhalb der weitläufigen Anlagen meist dank all –inklusive kein Geld und müssen sich darüber keine Gedanken machen.

Reisedokumente

Deutsche Staatsangehörige brauchen für die Einreise einen gültigen Reisepass. Ein Vorläufiger wird auch akzeptiert, mit Personalausweis hingehen wird man an der Grenze abgewiesen. Die Dokumente müssen bei Einreise noch mindestens bis 6 Monate nach Reiseende gültig sein. Kinder benötigen einen eigenen Reisepass, ein Kindereintrag im Pass der Eltern reicht nicht aus. Weiterhin ist es Pflicht eine Impfung gegen Gelbfieber nachzuweisen. Der gute alte gelbe Impfpass ist dafür absolut ausreichend. Mit Reise- und Impfpass in der Tasche beantragt man meist direkt bei Buchung der Reise das benötigte Visum. Ausgestellt wird es vom angolanischen Generalkonsulat in Berlin und man sollte sich frühzeitig darum bemühen.
Wichtig für Kinder: Minderjährige dürfen nur mit einer Einverständniserklärung beider Eltern einreisen.
Das deutsche Konsulat ist in der Stadt Luanda zu finden.

Die Postanschrift lautet:

Embaixada da Alemanha
Avenida 4 de Fevereiro 120
Luanda
Angola

Die Botschaft bietet zudem ein 24 Stunden Notruftelefon für deutsche Staatbürger unter Tel.: (00244) 912-50 81 46. Auch wenn ein Urlaub in Angola von Seiten des Auswärtigen Amtes als unbedenklich eingestuft wird, ist es gut diese Kontaktdaten stets bei sich zu tragen. Sollte man mit Polizei oder Einheimischen in Konflikt geraten, steht also Hilfe bereit.

Gesetzte und Vorschriften

Bei der Einreise ist zu beachten, dass am Flughafen in Luanda Einfuhrgrenzen für Alkohol, Tabak und Bargeld gelten. Der Durchschnittstourist muss sich darüber wenig Gedanken machen. Bei der Ausreise sollte man peinlichst darauf achten, was man mitnimmt. Souvenirs, die Teile von Tieren enthalten, sollten sie vor Abreise im Hotel oder bei der Polizei begutachten lassen, um sicherzustellen, dass es sich nicht um eine bedrohte Tierart handelt. Wer mit Reiseleiter unterwegs ist, sollte diesen bei Käufen außerhalb der Shoppingcenter hinzuziehen. Viele Einheimische verdienen sich mit Souvenirs aus Handarbeit Geld dazu, nicht jeder achtet darauf, ob die Endprodukte auch ausgeführt werden dürfen.

Wer in Angola Fotos von öffentlichen Gebäuden macht, sollte wenn möglich Wachen oder Personal vorher fragen, ob es erlaubt ist. Es ist beispielsweise verboten, strategisch wichtige Anlagen wie Flughäfen und Militärstationen abzulichten. Aber auch bei Polizisten und Fahrzeuigen der Regierung sollte man nicht sorglos knipsen. In Angola herrscht seit über 10 Jahren Frieden, der Schrecken des Bürgerkrieges steckt aber noch in den Köpfen vieler Menschen.

Heute ist Angola ein moderner afrikanischer Staat. Homosexualität ist seit den 50er Jahren nicht mehr strafbar und generell gibt es keine Einschränkungen für Touristen. Es kann aber vorkommen, dass „falsche“ Polizisten Touristen in Mietwagen wegen vermeintlicher Verstöße anhalten und Strafen verhängen, die in bar gezahlt werden sollen. Um niemandem auf den Leim zu gehen, sollte man immer auf die Ausstellung eines offiziellen Strafzettels (multa) bestehen.

Impfungen

Neben der vorgeschriebenen Gelbfieberimpfung empfiehlt die WHO Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus. Wer längere Zeit in Angola bleibt oder besonderem Risiko ausgesetzt ist, sollte sich gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningitis schützen.

Typische afrikanische Krankheiten, die zwar bei Touristen selten vorkommen, aber dennoch jeder Angolareisende mal gehört haben sollte, sind:
Dengue Krankheit – Durch Mückenstiche übertragene Infektionskrankheit die Fieber, Gelenk– und Muskelschmerzen hervorruft.
Malaria – Die auch aus Film und Literatur bekannte Krankheit äußert sich in hohem Fieber. Malaria kann auch Monate nach der Ansteckung ausbrechen. Afrikaner sind meist immun gegen die schwereren Auswirkungen der Krankheit, Europäer sollten im Verdachtsfall sofort den Arzt aufsuchen und diesem auch vom vergangenen Afrikaurlaub unterrichten.
Beide Krankheiten werden über Mückenstiche übertragen. Die beste Schutzmaßnahme ist daher sich vor Mückenstichen zu schützen.

Jedes gute Reisebüro wird Angolareisende über diese Dinge aufklären und ihnen helfen alle notwendigen Reisevorbereitungen zu treffen. Das Auswärtige Amt bietet zudem auf seiner Website für Angola kostenlos alle wichtigen aktuellen Reiseinformationen. Mit der richtigen Vorbereitung können Sie das Abenteuer Angola beginnen!