Nachdem der etwa 25 Jahre lang andauernde Bürgerkrieg in Angola sein Ende gefunden hatte, strömten mehr und mehr Touristen in das faszinierende Land, das sich im Süden von Afrika befindet und für seine traumhafte, ursprünglich wirkende Natur bekannt ist. Erst kürzlich bestätigte das angolanische Tourismusministerium, dass die Touristenzahlen kontinuierlich weiter ansteigen: Allein im Jahr 2013 reisten rund 55 % mehr Urlauber an als noch im Vorjahr. Dabei handelt es sich nach den Auskünften der Behörden um sowohl Privat- als auch Geschäftsreisende. Rund die Hälfte der Besucher stammen aus Europa, danach folgen die USA und erst dann asiatische Besucher oder Reisende aus anderen afrikanischen Ländern.Dieser starke Wachstum hat sich positiv auf die Wirtschaft des Landes ausgewirkt: Dank des größeren Tourismusaufkommens wurden viele neue Arbeitsplätze geschaffen, allein in den letzten drei Jahren waren es rund 135.000.

Als Zentrum dieser Entwicklung gilt die Hauptstadt Luanda, wo rund 100.000 Arbeitsstellen im Tourismussektor geschaffen werden konnten.Angola – ein faszinierendes Land im Süden des Schwarzen KontinentsDoch was ist es eigentlich, das Angola so beeindruckend macht? Zunächst kommen sehr viele Geschäftsreisende wegen des starken Ölvorkommens nach Angola, bisher ist jedoch nicht bekannt, ob sich der Gewinn langfristig bzw. global bezahlt machen wird – auch hier könnte der Tourismus eine sehr wichtige Rolle als Einnahmequelle spielen. Weil der lange Bürgerkrieg die ganze Infrastruktur Angolas weitgehend zerstört hat, muss diese erst mit der Zeit wieder neu aufgebaut werden.

Für Privatreisende ist Angola nicht minder interessant: Mit einer traumhaften Küste am Atlantik, die fast 1.700 km lang ist und damit unzählige Sandstrände bietet, einem gebirgigen Hinterland und einer unberührten Savanne ist Angola eines der Länder, das sich für einen Urlaub in jedem Fall lohnt. Angola besteht im Landesinnern zu einem großen Teil aus einer wüstenähnlichen Landschaft, welche auf bis zu einer Höhe von rund 2.700 m ansteigt und dann an der Küste wieder steil abfällt. Der Süden des Landes ist eher flach. Während die Natur sich im Großteil des Landes eher trocken und karg präsentiert, ist der Süden eher mit Steppen durchzogen. In diesen Gebieten leben sehr viele Wildtiere wie beispielsweise Elefanten, Nashörner, Zebras oder auch Nilpferde, die man im Rahmen einer geführten Safari besichtigen kann. Der Norden dagegen zeigt sich mit tropischen Regenwäldern und üppig bewachsenen Gebirgslandschaften – er eignet sich bestens für eine Wanderung.Angola – ein Geheimtipp, den man sich merken solltePositiv anzumerken ist hier auch, dass das Land bisher ein absoluter Geheimtipp ist, denn der Massentourismus, wie man ihn aus Ländern wie beispielsweise Südafrika, Namibia oder auch Kenia kennt, blieb bisher ganz klar aus. So kommt man der landestypischen Kultur noch besonders nahe. Dennoch ist das Land noch nicht ganz so einfach zu bereisen, denn in vielen Regionen fehlt die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz noch gänzlich. Dies, so erwartet man, wird sich im Zuge der steigenden Tourismuszahlen allerdings in den nächsten Jahren ganz sicher ändern.

Wer also Lust dazu hat, eine unberührte Natur mit einer artenreichen Flora und Fauna sowie beeindruckenden Panoramen kennenzulernen, der sollte Angola unbedingt einmal selbst besuchen.