Krankheiten und Impfungen

Laut den Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO handelt sich bei dem südafrikanischen Land Angola um ein Gelbfieber-Infektionsgebiet. In Angola konnten immer wieder endemische Ausbrüche dieser Infektionskrankheit beobachtet werden. In diesem Zusammenhang wurden auch bereits Todesfälle gemeldet, die jedoch meist die Einheimischen betreffen. Reisenden nach Angola wird eine Impfung gegen Gelbfieber dringend empfohlen. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes hat darüber hinaus aber noch weitere Impfempfehlungen für Angola herausgegeben. Wer in das Land, auch nur für wenige Tage, einreist, sollte vorher gegen Diphtherie, Tetanus, Polio, und Hepatitis A geimpft werden. Bei einem Aufenthalt in vorwiegend ländlichen Gegenden und bei einem Aufenthalt von länger als einem Monat werden zusätzlich auch Impfungen gegen Tollwut, Meningokokken-Meningitis sowie Hepatitis B dringend empfohlen.

Ein besonders Problem stellt in Angola die Malaria dar, immerhin geht jeder vierte Todesfall in einem angolanischen Krankenhaus auf eine Infektion mit Malaria zurück. Auch die besonders fulminant verlaufende Malaria tropica kommt in Angola gehäuft vor. Die Krankheit kann auch nach der Abreise aus Angola noch in einem Zeitfenster von bis zu 2 Monaten auftreten und unbehandelt zum Tode führen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Infektionskrankheit zu spät erkannt wird. Wer also nach seinem Aufenthalt in Angola Fieber bekommt, sollte seinen behandelnden Arzt unbedingt über den stattgefundenen Auslandsaufenthalt in Kenntnis setzen. Da in Angola das ganze Jahr über ein hohes Risiko besteht an Malaria zu erkranken, ist eine Chemo- und Infektionsprophylaxe unverzichtbar. Jede Form der Malaria wird durch blutsaugende, nachtaktive Anophelesmücken übertragen.

Daher wird allen Reisenden nach Angola empfohlen, den Körper stets mit langer Kleidung zu bedecken, auf alle freien Körperstellen ausreichend Insektenschutz aufzutragen, besonders in den Abendstunden und während der Nacht und nur unter Moskitonetzen zu schlafen. Ebenfalls besteht in Angola das Risiko einer HIV-Infektion, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften oder durch unsauberes Drogenbesteck, Spritzen und Kanülen, übertragen wird. Das Risiko einer HIV-Infektion ist gerade für Freier in Angola so hoch, weil mehr als 40 Prozent der städtischen Prostituierten als HIV-Positiv getestet wurden. Bei zu 4 Prozent der angolanischen Bevölkerung ist HIV-Positiv. Als Infektionsprophylaxe wird der Gebrauch von Kondomen dringend empfohlen.

Angola gilt als armes Entwicklungsland mit einer unzureichenden medizinischen Infrastruktur. Durch kontaminiertes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel können eine Vielzahl von bakteriellen und viralen Durchfallerkrankungen sowie auch Cholera übertragen werden. Zum Trinken und zur Nahrungsmittelzubereitung sollte nur abgekochtes Wasser oder Flaschenwasser benutzt werden. Zur Infektionsprophylaxe wird auch die häufige Durchführung der hygienischen Händedesinfektion mit Alkohol 80%Vol. empfohlen. Wird das Risiko individuell besonders hoch eingeschätzt, dann kann vor der Einreise nach Angola auch eine Cholera Schluckimpfung durchgeführt werden.

Beim Baden in Süßwassergewässern besteht im ganzen Land Angola die Gefahr einer Infektion mit Bilharziose, gegen diese heimtückische Infektionskrankheit ist bis heute keine Impfung möglich. Weitere landesweit auftretende bedeutende Infektionskrankheiten sind Kinderlähmung, Schlafkrankheit und virusbedingtes hämorrhagisches Fieber durch das Marburg-Virus. Bei einer Infektion mit dem Marburg-Virus betrug die statistisch erfasste Sterberate 88 Prozent. Gegen die Schlafkrankheit ist ebenfalls keine Impfung möglich, es gelten ähnliche Empfehlungen zur Infektionsprophylaxe wie bei der Malaria, denn die Schlafkrankheit wird ebenfalls durch eine bestimmte Stechmückenart, die Tsetsefliege, übertragen.