Angola VerkehrAngola hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Geheimtipp für Reisende entwickelt: Das afrikanische Land begeistert nicht nur mit einer uralten Kultur, sondern vor allem auch mit einer traumhaften Landschaft sowie einer artenreichen Flora und Fauna. Für Urlauber sind daher vor allem Öffentliche Transportmittel etwas Unverzichtbares – hier ist es wichtig, sich vorher grundlegend über Angola zu informieren, bevor es losgeht.FlügeDie nationale Airline Angolas nennt sich TAAG Angola Airlines und verbindet die größeren Städte des Landes miteinander. Dies ist besonders für Urlauber, die eine Rundreise planen, zu empfehlen, da auf diese Weise viel Zeit eingespart werden kann. Die Flüge lassen sich auf der Webseite der Airline buchen. Im Durchschnitt beträgt die Flugzeit zwischen den einzelnen Städten zwischen 40 und 120 Minuten, je nach Entfernung.

Bus & Bahn

Wer das Eisenbahnsystem Angolas nutzen möchte, sollte vorher wissen, dass dies – auch nach dem Ende des Bürgerkriegs – bis jetzt nicht wirklich zuverlässig funktioniert. Zwar pendeln täglich mehrere Züge von der Hauptstadt Luanda aus in das Landesinnere von Angola, allerdings gibt es keine exakten Fahrplan. Einige Strecken sind bis heute sogar gänzlich außer Betrieb. Wer trotzdem gerne die Bahn nutzen möchte, sollte vorher danach recherchieren, ob das gewünschte Ziel überhaupt von ihr angefahren wird. Dennoch sind viele Züge inzwischen relativ modern ausgestattet, während der Fahrt werden Getränke und Snacks verkauft. Allerdings fehlen in den meisten Zügen nach wie vor Klimatisierung sowie Schlafwägen.

Auch, wer innerhalb Angolas mit dem Bus reisen möchte, benötigt vor allem Geduld. Viele Busse sind – wegen des Mangels an Transportmitteln – meist bis obenhin überfüllt und fahren oft auch nicht wirklich für Urlauber nachvollziehbare Umwege. Ähnlich verhält es sich mit den Taxis: Lange Wartezeiten gehören zum Alltag und sind nicht unbedingt preiswert. Es ist nicht zu empfehlen, inoffizielle Taxis, welche vor allem von Einheimischen genutzt werden, zu nutzen, wenn man sich noch nicht gut im Land auskennt. Hier sollte man explizit auf offizielle Taxen, wie sie beispielsweise am Flughafen zu finden sind, achten. Die Preise werden in der Regel vor oder während der Fahrt vereinbart.

Das Straßennetz von Angola

Während des fast 30 Jahre andauernden Bürgerkriegs wurden viele Teile des Straßennetzes – das einst immerhin rund 8.000 km lang war – vollständig zerstört. Zwar wird am Wiederaufbau intensiv gearbeitet, trotzdem sind zahlreiche, vor allem ländliche Straßen, bis heute unbefestigt oder gar unbefahrbar. Wer sich einen Mietwagen vor Ort ausleiht, sollte sich am besten direkt für einen Geländewagen entscheiden. Bei den Fernstraßen, die zur Hauptstadt und in andere größere Städte führen, braucht man sich allerdings keine Gedanken machen: Diese sind inzwischen gut ausgebaut und auch für Urlauber problemlos befahrbar. Handelt es sich um eher ländliche Gebiete, die man besuchen möchte, ist es ratsam, sich vorher über die Beschaffenheit und die beste Route zu informieren, bevor man sich auf eigene Faust auf den Weg macht. Ganz wichtig: Teilweise befinden sich noch einige scharfe Landminen in Angolas Böden. Aus diesem Grund sollte unbedingt auf Schilder am Straßenrand geachtet werden, die darauf hinweisen, welche Gebiete nicht befahren werden dürfen.